Sicherheitsventile von A bis Z

Im Folgenden zunächst in numerischer, dann in alphabetischer Reihenfolge

  • 4126 DIN EN ISO, Regelwerk für Sicherheitsventile bzw für Sicherheitseinrichtungen gegen unzulässigen Überdruck,für die EU nach 2014 / 68 – EU, Europäischen Unionsstaaten für die USA nach ASME Sec III Div – amerikanisierten Länder.
  • 9001DIN EN ISO das Qualitäts-Managements-System , eigentlich Heute ein Muss für Alle Unternehmungen, entweder 9001 – 2008…….. läuft jedoch aus, wird anlässlich nächster Prüfung nicht mehr erneuert, und ersetzt durch.
  • 9001:2015 die nachfolgende Richtlinie.
  • AD 2000 A2, ( ADA 2 )nationales, deutsches Merkblattabgelöst durch das Regelwerk EU, wird nur auf Basis von Sondervereinbarungen angewendet.
  • Ansprechdruck oder auch Einstelldruck, ist der vorgegebene Druck, bei dem ein Sicherheitsventil unter Betriebsbedingungen nach Druckgeräterichtlinie DIN EN ISO 4126 zu öffnen beginnt.
  • API 527, Regelwerk für die Prüfung der Sitzdichtheit
  • ASME, Section VIII DIV 1…u.a. für Sicherheitsventile Richtlinie in den amerikanisierten Ländern, Druckeinstellungen werden wie bei DIN EN ISO 4126.
  • Atex, ist die EU – Richtlinie für den Explosionsschutz
  • Benannte Stelle oder Notifizierte Stelle, sind anerkannte, unabhängige Prüfstellen, die Zulassungen und Prüfungen vor Ort nach dem Regelwerk durchführen, z.Bspl. INAIL / TÜV / DEKRA /LLOYDS / Germanischer Lloyd, INAIL
  • CE – Kennzeichnung Sicherheitsventile mit einem Ansprechdruck gleich grösser 0.51 bar müssen mit CE ,unverlierbar ,gekennzeichnet werden
  • Dichtheit/ Sitzdichtheit , Sicherheitsventile werden auf Sitzdichtheit geprüft, nachdem der Ansprechdruck eingestellt wurde, z.B. nach
  • API 527 , gleich bei 90% des Ansprechdruckes
  • Datenblätter, sind normalerweise vorhanden für Durchflusswerte bei den Medien Luft und Wasser
  • Dichtungen, die mehrheitlich bei Sicherheitsventile zur Anwendung kommen, sind
    • Viton/FKM Luft
    • NBR Dampf und heisses Wasser
    • EPDM Aggresive Gase, Dämpfe, heisses Wasser
    • PEEK In den Berei‘n Medizin, Lebensmittel, Pharma
    • METALL ungiftige und giftige Gase
  • DN Nennweite / Durchmesser beschreibt den Innendurchmesser der Eingangsseite des Ventiles und bei Eck-Sicherheitsventile den der Ausgangsseite.
  • Druckeinstellung, an Sicherheitsventilen werden Ansprechdruck/Ein-stelldruck, Öffnungs- und Schliessdruck mit Toleranzen eingestellt unter Berücksichtigung der Geräterichtlinie DIN EN ISO 4126.
  • DIN EN ISO 4126 -1 – 4,ein weltweit führendes Regelwerk Sicherheitseinrichtungen gegen unzulässigen Überdruck, zulässige Toleranzen bzw Grenzwerte.
  • Ansprechdruck +/- 3% oder +/- 0,1 bar, wobei der grössere Wert gilt
  • Öffnungsdruckdifferenz, maximal + 10 % des Ansprechdruckes<oder 0,1 bar wobei der grössere Wert gilt.
  • Schliessdruckdifferenz, bei kompromierbaren Medien: max 15% oder 0,3 bar wobei der grössere Wert gilt; mind jedoch 2% (dies gilt nicht für Sicherheitsventilen mit proportionalen Öffnungsmerkmalen) bei nicht kompromierbaren Medien: max. 20% oder 0,6 bar wobei der grössere Wert gilt; mind. 2,5 % (dies gilt nicht für Sicherheitsventile mit proportionalen Öffnungsmerkmalen).
  • Prüfausrüstung, die Messunsicherheit der Druckmessgeräte muss Innerhalb +/- 0,5% liegen
  • Drucktoleranzen, siehe Druckeinstellungen
  • Druckgeräterichtlinie, 2014/68/EU ist das gültige Regelwerk für Sicherheitsventile mit 0,51 bar und grösser
  • Einstelldruck….siehe Druckeinstellungen
  • Einzelzertifikat, dieses wird ausgestellt für ein Sicherheitsventil mit Seriennummer
  • EG – Baumusterprüfung , ist das Prüfverfahren nach Modul B bei dem Die ‚Benannte Stelle‘ bestätig das das Produktions- und Prüfverfahren der Druckgeräterichtlinie entsprechen
  • Entlastungsventil, Überströmventil sind keine Sicherheitsventile im Sinne der Druckgeräterichtlinie
  • Garantie, wird gewährt für zwei Jahre ab Lieferscheindatum
  • Gesamtzertifikat, wird erstellt für eine Stückzahl z.B. 1oo Stück. Mit der Angabe von Seriennummer bis Seriennummer
  • Kategorie, Einstufung der Sicherheitsventile nach Gefahrenpotential Stufen I – IV, wird festgelegt nach Fluidgruppe, Aggregatzustand, max Druck, Volumen oder Nennweite. Die Kategorie bestimmt Konformitätsverfahren durchgeführt werden können, sollen
  • Kennzeichnungen von Sicherheitsventilen, erfolgt auch nach den Vorgaben der Druckgeräterichtline EN Din ISO 4126, also mit Druck, Seriennummer , CE-Zeichen, Herstellerkennzeichen
    • Ansprechdruck, Nummer der Norm DIN EN ISO 4126-1,
    • Typenzeichnung des Herstellers,
    • zuerkannte, reduzierte Ausflusskennziffer mit Angabe des
    • Durchflussmediums . G für Gas, S (Steam) für Dampf,
    • L (liquid) für Flüssigkeit
    • Engster Strömungsquerschnitt,
    • kleinster Hub
    • Seriennummer oder alternative Codierung zur Angabe des
    • Herstellungsjahres
    • CE-Zeichen
    • Kennnummer der notifizierten, benannte Stelle
  • Konformitätsbestätigung, Der Hersteller oder Händler von Druckgeräten, z.B. von Sicherheitsventilen, muss beim Inverkehrbringen eine Konformitätserklärung des Sicherheitsventiles . Dem geht ein erfolgreiches Konformitätsverfahren voraus.
  • Kategorie Module
    • I A
    • II A2, D1. E1
    • III B+D , B+F, B+E,B+C2,H
    • IV B+D, B+F, G, H1
  • Notifizierte Stelle, sehen Sie bitte bei Benannte Stelle
  • Öffnungsdruck, sehen Sie bitte bei Druckeinstellungen
  • PED, Sicherheitsventile nach europäischer Druckgeräterichtlinie
  • Prüfbescheinigung nach EN 10204, Ausdruck
  • Prüfung der Sicherheitsventile für 0,51 bar und grösser Vorrausetzung sind die erforderlichen Zulassungen nach DIN ISO 9001-2015 und nach 2014 / 68 / EU, Druckgeräterichtlinie DIN EN ISO 4126-1-4
  • Schliessdruck, siehe Druckeinstellungen
  • Seriennummer, diese muss vorhanden sein, denn damit sind die Einstellwerte der Sicherheitsventile bei den Herstellern auf viele Jahre nachvollziehbar Kennzeichnungspflicht nach DIN EN ISO 41261
  • Sicherheitsventile, sichern Überdrücke von unter Druck stehenden Behältern und Räumen unter Einhaltung der Öffnungs- und Schliesstoleranzen nach DIN EN ISO 4126 . Je nach Sicherheitsventilvariante sind Ein- und Ausbauprüfvorschriften zu beachten
  • Sicherheitsventil – Normen, sind diejenigen wie DIN EN ISO 4126, ASME,C, EAC ( GOST), China Stamp. Frühere Norman wie ADA2, AD2000 A2, wurden dadurch abgelöst
  • SIL, funktionale Sicherheit für Leistung und Funktion
  • Sitzdichtheit, siehe Dichtheit
  • Temperaturbereich, es gilt der auf dem Ventil gekennzeichnete Temperaturbereich
  • TÜV, ist eine Benannte oder Notifizierte Stelle RegelwerkeADA2, AD 2000, wurde ersetzt durch DIN EN ISO 4126
  • Überströmventil, Entlastungsventil sind keine Sicherheitsventile im Sinne der Regelwerke EU und Druckgeräterichtlinie
  • Waagrechter Einbau, frei abblasende Sicherheitsventile können waagrecht und senkrecht eingebaut werden. Eckventile wird dringend empfohlen nur senkrecht einzubauen Massgebend dafür sind jedoch die jeweiligen Einbau- und Bedienungsanleitungen die mit jedem Sicherheitsventil nach dem Regelwerk für Ventile o,51 bar und grösser mitgeliefert werden müssen Wasser, Dampf, Luft, können auf unterschiedlichen Prüfeinrichtungen eingestellt werden
  • Zulassungen
    • ATEX Explosionsschutz mit den Staffeln I, II, III IV
    • ASME ist erforderlich für die Lieferung in amerikanisierte Länder
    • CE Zulassung und damit auch Kennzeichnung ist ein Muss bei Sicherheitsventilen von 0,51 bar und grösser, für alle der EU zugehörigen Länder
    • CHINA Stamp..dieseZulassung ist die Vorrausetzung für Lieferungen nach China
    • RoHs Die Zielsetzung der Richtlinien ist, problematische Bestandteile aus dem Elektronikschrott zu verbannen.
    • EAC , GOST Russland, Weißrussland, Kasachstan, Armenien und Kirgisistan